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      <title>Uli Hannemann</title>
      <description>Uli Hannemann das (vollständige) Blöken..</description>
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      <pubDate>Sat, 31 Jul 2010 20:12:16 -0700</pubDate>
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         <title>Beschwerden</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/beschwerden</link>
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Beschwerden
        &lt;/span&gt;
    
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            Wie zu erwarten, hagelte es nach dem gestrigen kontroversen Blök kritische Zuschriften. Nicht nur in der Kommentarspalte, sonder vor allem auch über die Kontaktfunktion wurde ich aufs Schärfste zurechtgewiesen. Man zieh mich des Zynismus' und der Menschenverachtung. Ich zöge, so noch einer der harmloseren Einwürfe &quot;alte Menschen durch den Kakao und gäbe meinen Senf dazu, um sie abschließend zu verbraten.&quot; Auf der Seite www.In-Würde-altern-und-sterben.de wurde ein direkter Link auf meinen Blök gesetzt, mit der kaum verhohlenen Aufforderung, meinen Schlupfwinkel ausfindig zu machen und mich zu töten. Und das alles nur, weil ich nun mal wirklich &quot;Ampelhasen&quot; gelesen habe, wo &quot;Ampelphasen&quot; stand. Ehrlich. Aber ich gelobe Besserung und gehe heute auf das tatsächliche Problem ein.
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p&gt;&quot;Ampelphasen in Berlin zu kurz für Senioren&quot;. Das stimmt. Wer von uns hat nicht schon mal Tränen gelacht beim Anblick eines Senioren, der auf halbem Weg über die Straße merkt, dass die Ampel auf Rot schaltet, umdreht, dort natürlich auch Rot sieht, wieder umdreht, wieder Rot (Meine Güte, wenn ich grad dran denke, könnte ich mich schon wieder wegschmeißen) und so quasi immer schneller auf der Stelle rotiert, bis er endlich vom herannahenden Kraftfahrzeug erfasst und zu Boden gebracht wird.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Nur wenige schaffen es derart schnell zu rotieren, dass sie sich rechtzeitig wie ein Hubschrauber in die Luft heben, oder, bei weichem Asphalt im Hochsommer, drillbohrermäßig in den Straßenbelag schrauben und solchermaßen in Sicherheit bringen. Sehr wenige nur. Genaugenommen habe ich dergleichen bislang noch nicht gesehen.&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Sat, 31 Jul 2010 02:39:19 -0700</pubDate>
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         <title>Ampelhasen</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/ampelhasen</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Ampelhasen
        &lt;/span&gt;
    
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        &lt;p class=&quot;documentDescription&quot;&gt;
            
        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            &quot;Ampelphasen in Berlin zu kurz für Senioren&quot; stand neulich als Schlagzeile in irgendeiner Boulevardzeitung. Ich aber las im ersten Moment: &quot;Ampelhasen&quot;. Ampelhasen. Haha. Ist das nicht lustig? Nein? Für mich schon. Normalerweise sollte man ja nun denken, dass es des Themas hiermit genug wäre (&quot;Mannomann, der findet es witzig 'Ampelhasen' verstanden zu haben, ich glaub's einfach nicht, und tschüss und ab dafür ...&quot;), und man sich nun wieder echten Problemen (Duisburg, Äthiopien ...) zuwenden könne. Aber nein. Für mich ist nun mal nicht &quot;normalerweise&quot;. &quot;Normalerweise&quot; reizt mich und fordert mich heraus. Während um mich herum das Volk ungeduldig murrt und mit den Füßen scharrt, geht mir hier so richtig einer ab, also im übertragenen Sinne, so flapsig ausgedrückt, ne.
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p&gt;&quot;Ampelhasen, Ampelhasen!&quot; rufe ich laut und klatsche in die Hände. Zeile um Zeile füge ich hinzu, das Thema &quot;Ampelhasen&quot; breitzutreten, jetzt erst recht. Ich rücke den Schreibtischstuhl beiseite, hänge mir eine Girlande um den Hals und mache eine Polonaise durch die Wohnung: &quot;Ampelhasen hier, Ampelhasen dort, Ampelhase, Ampelhase - geh bitte nicht fort!&quot; reime ich aus dem Stegreif ein Lied. Stampf, stampf, stampf. In der Küche kommen Topfdeckel und Löffel dazu, den Rhythmus zu unterstützen, und weiter geht's ins Wohnzimmer. Dort öffne ich das Fenster und schreie laut hinaus: &quot;Ampelhasen, Ampelhasen, hey, hey, hey!&quot;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Längst gähnen die Leser vor Wut und haben abgeschaltet. Das hindert mich nicht daran, hier für mich alleine weiterzumachen - ich mache das ja ohnehin alles nur für mich. Ich bin wahnsinnig. Ich stelle mir ausführlich das Ampelhasenproblem vor. Es gibt an einigen Stellen in Berlin, speziell in grüneren Vororten, Versuche die herkömmlichen Ampeln durch Ampelhasen zu ersetzen. Das ist ökologischer und billiger. Die Ampelhasen sitzen am Straßenrand und sollen, eine Mischung aus Schülerlotsen und Verkehrspolizisten, Zeichen mit demn Ohren oder den Pfoten geben. Ohren gekreuzt bedeuetet Rot, Ohren gerade bedeutet Grün. Nur mal so als Beispiel. Es wären allerdings noch etliche andere Möglichkeiten denkbar, die ich gar nicht alle hier anführen will.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Oder doch. Klar, will ich die alle hier anführen. Warum denn nicht? Wenn die Ampelhasen tanzen, darf man gehen, wenn sie still da sitzen, muss man stehen. Wenn sie aufgeregt mit den Pfoten fuchteln und &quot;Halt! Halt!&quot; rufen, ist es ebenfalls nicht ratsam, die Fahrbahn zu betreten. Hängen die Löffel herunter, sind die Ampelhasen außer Betrieb. Ach, jetzt reicht es mir selber langsam.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;In jedem Fall sind die Ampelhasen zu kurz. Die gewohnt kurzsichtigen Senioren können die Zeichengebung der Verkehrsnager schlecht erkennen. Eine Giraffe wäre sicher besser gewesen, aber natürlich auch teurer. &quot;Da hätte man ja auch gleich ne Wühlmaus auf die Straße setzen können&quot; meckern die Senioren und gehen einfach los. Quietsch, zack, bumm, splitter! Entsetzt hält sich der eine Ampelhase die Pfoten vor die Augen, der andere türmt, wilde Haken schlagend. Weiß er doch, dass auf der Suche nach den Verantwortlichen am Ende doch wieder er und sein Kollege als das schwächste Glied dran glauben müssen, gespickt&amp;nbsp;in Rotweinsoße. Und nicht etwa der Verkehrssenator.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Ich find's ja immer noch lustig.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Kicher.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Hallo? Noch jemand hier?&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Hallo ...?&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Wed, 28 Jul 2010 02:17:44 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Ausschreibung</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/ausschreibung</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Ausschreibung
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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        &lt;p class=&quot;documentDescription&quot;&gt;
            
        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            &quot;Kasperl fanatisch&quot; - VHS Hietzing&#13;
Kasperl-Theaterstück für Erwachsene zum Thema &quot;Fanatismus&quot;; einreichen bis zum 26. Oktober 2010; Dotierung: 1.000 Euro [&quot;Gesucht wird ein Stück für Kasperl, Pezzi (?), Polizist, Gretl, Oma, Krokodil, Räuber und Zauberer für Erwachsene, dass Fanatismus thematisiert, zum Denken anregt.&quot;]&#13;
&#13;
So lautet der Originalwortlaut einer Ausschreibung, der mich dieser Tage erreicht. Mehrere Fragen bleiben dabei offen: Eine Volkshochschule lobt 1000 Euro Preisgeld aus? (Wer ist dafür verantwortlich? Sind die entsprechenden Medikamente auch in Deutschland rezeptfrei erhältlich?) Für ein Kasperl-Theaterstück? Für Erwachsene? Sind das Erwachsenen-Kasperl-Theaterstück und der Kinderporno die entgegengesetzten Pole ein und desselben Prinzips? Und wer ist der, die oder das Pezzi(?)?&#13;

        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Egal, ich fang jedenfalls schon mal an.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Prolog. Auf dem Reichskasperlfeld.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Kasperl: Liebe Erwachsene, seid Ihr alle da?&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Erwachsene: Jaaaaaa!!!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Kasperl: Wollt Ihr total da sein? Wollt ihr, wenn nötig, totaler und&amp;nbsp;radikaler da sein, als wir uns das heute überhaupt erst vorstellen können?&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Erwachsene (fanatisch): Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Kasperl: Nun, wer noch mal muss, steh auf, und Kasperltheater, brich los!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;(langanhaltender Beifall; Pistolenschüsse; Marschmusik: Tritratrallala …)&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;1. Akt. Im Keller der Objektsmanipulationsabteilung (Oma).&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist (deutsches Trikot bzw. schwarze Uniform, langer Mantel): Laut Zeugenaussagen sollen Sie neulich in der Schwemme „Zum Zebra“ unter Alkoholeinfluss in schändlichster und niederträchtigster Weise Spottlieder auf unseren alles geliebten Kasperl angestimmt haben.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Krokodil (wird hellgrün): Nein!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist: Sie Lump!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Krokodil: Ich war zu besagter Zeit im Wasserloch.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist: Es gibt aber Zeugen. Die Straßendirne Gretl, den Versicherungskaufmann Räuber und das, äh, Pezzi (?).&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Krokodil: Aus mir kriegen Sie kein Wort.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist (gefährlich süß): Wir haben Mittel, Sie zum Reden zu bringen.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Krokodil (schluckt, Madenhacker seilen sich schon ab).&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist: Zauberer, herbei!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Zauberer (hebt den rechten Arm): Tritratrallala!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist (hebt den rechten Arm): Tritratrallala!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Zauberer: Hokuspokus …&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Krokodil: …neeiin …&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Zauberer: …fidibus …&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Krokodil … nahahahaaiinn!! Ich gestehe alles!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Polizist und Zauberer: Geht doch!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Demnächst vielleicht mehr. Oder nicht.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Sun, 25 Jul 2010 09:47:23 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Verschärft bestraft gehören Süchtige</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/verschaerft-bestraft-gehoeren-suechtige</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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            Verschärft bestraft gehören Süchtige
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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  &lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;


        &lt;p class=&quot;documentDescription&quot;&gt;
            
        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            „Verschärft bestraft gehören Süchtige, die bei Kindern kaufen“ wettert Stephan Wiehler am 20. Juli auf der Meinungsseite des Tagesspiegels. Das Problem: Strafunmündige Kinder werden vor allem im Bereich der U8 als Drogenkuriere eingesetzt. Die Lösung: Nicht verstärkter Druck auf die Auftraggeber, sondern „Verschärft bestraft gehören Süchtige“. Schön, dass wir im TSP auch noch im 21. Jahrhundert altvertraute Sätze lesen dürfen – weitere artverwandte Vorschläge: „Eine Backpfeife hat noch keinem geschadet“, „Homosexuelle müssen therapiert werden“, „Das Kopftuch ist ein Symbol der Unterdrückung“, „Österreich ist gar nicht richtig Ausland“, „Man weiß ja, dass der Ghanaer eine überragende Genetik aufweist“, „Morgenstund hat Gold im Mund“, „Der Löwe ist der König der Tiere“, „Fahrspur auf Autobahn nach Hitzeschaden gesperrt“ – ach nein, letztere kleine Schlagzeile steht ja tatsächlich schon drin, am selben Tag.
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Irgendwas mit Autobahn darf jedenfalls in keiner Ausgabe fehlen. Denn die drei großen A’s wollen verlässlich abgedeckt sein: Autobahnen, Antisemitismus und Ausländer.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Zwei fehlen noch, also weiter:&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;„Chaim Cohen will Radiomoderator werden. Er bewirbt sich beim RBB. Seine Bewerbung wird angenommen, und er darf zum Vorsprechen und zu einer Mikrofonprobe erscheinen. Als er wieder nach Hause kommt, fragt ihn seine Mutter: ‚Na? Hat's geklappt?’ Chaim schüttelt betrübt den Kopf. ‚Und warum nicht?’ – ‚A-a-al-les An-n-ti-s-s-s-emi-t-ten’, stottert er.“&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Mit diesem launigen Witz leitet Malte Lehming am 18.05. auf bereits erwähnter Meinungsseite (die offenbar dem Spitzenpersonal vorbehalten ist) seinen&lt;a rel=&quot;nofollow&quot; class=&quot;external-link&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/meinung/ein-juedischer-folklorist/1840868.html&quot;&gt; Kommentar&lt;/a&gt; ein, in dem er den Antisemitismusvorwurf pauschal&amp;nbsp;als „jüdische Folklore“ entlarvt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Und im wöchentlich erscheinenden „Kinderspiegel“ lernen auch schon die Kleinen &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; class=&quot;external-link&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.tagesspiegelkinder.de/artikel/art80,947&quot;&gt;wie das so ist mit den Ausländern&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;„Vor fünf Jahren haben die Statistiker zum ersten Mal genauer untersucht, woher wir alle stammen. Sie haben herausgefunden, dass es mehr junge Migranten gibt als junge Deutsche, dass viel mehr Migranten arm sind als Deutsche und dass viele von ihnen ohne Abschluss von der Schule gehen oder keine Berufsausbildung haben.“&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;„Das ist schlimm“, denken sich die Kinder, „aber könnten die dann nicht die Hitzeschäden auf der Autobahn reparieren? Mit ihrer überragenden Genetik wären sie doch wie prädestiniert dafür! &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; class=&quot;external-link&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/meinung/schlechte-paten/1887024.html&quot;&gt;Dann müssten sie auch nicht mehr in der U8 Drogen verticken …&lt;/a&gt;“&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Gar nicht dumm, liebe Kinder, gar nicht dumm – zumindest im Geiste des frisch Erlernten. Aber leider arbeiten dort schon Drogensüchtige mit Eisenkugeln am Bein. Und zwar bis sie umfallen.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Fri, 23 Jul 2010 01:46:41 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>&quot;Warum ist er jetzt da?&quot;</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/warum-ist-er-jetzt-da</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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            &quot;Warum ist er jetzt da?&quot;
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            &quot;Der geht gleich&quot;.&#13;
&#13;
Gefragt hat ein kleines Mädchen, zu dem ich neulich eine halbe Stunde lang in ein behelfsmäßiges Krankenzimmer des Urbanlazaretts geschoben wurde. Und die beruhigende Antwort kam von einer Schwester, die das Kind dann mit nach draußen nahm, damit es solange auf dem Gang spielen konnte, bis der Böse Onkel abgeholt wurde zur Materialentfernung. Bei &quot;Materialentfernung&quot; muss ich immer an die Demontage von Industrieanlagen denken, mit denen sich so mancher Sieger nach Kriegsende schadlos hielt. Doch es war nur wertloser Draht, aus einem kranken Fingerchen. Man müsste übrigens schon sehr viele Drähte aus sehr vielen Fingerchen mopsen, um den Gegenwert der geklauten Oberleitung an der Strecke Berlin - Hannover aufzuwiegen. Warum mir diese kleine Episode, die nun auch schon wieder einige Wochen zurückliegt, jetzt gerade einfällt?
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p&gt;Vermutlich wegen der Eingangsfrage, die ich mir selber auch oft stelle: &quot;Warum ist &lt;em&gt;er&lt;/em&gt; jetzt da?&quot; Beziehungsweise aus meiner Sicht natürlich: &quot;Warum bin &lt;em&gt;ich&lt;/em&gt; jetzt da?&quot;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Eine schwierige und jetzt mal gar nicht so absolut komplett unexistenzielle Frage. Ich denke mal, ich bin zum einen da als vorübergehender Materialträger. Verschiedenes Material kann in verschiedenen Teilen von mir zwischen- oder endgelagert wie auch wieder entnommen werden. Das ist praktisch und sinnvoll. Desweiteren als Tonträger. Ich höre Dinge, die ich weitersage, die wieder jemand anderes hört, der sie dann weitersagt und so weiter. Eine Mischung aus Stille Post also und archaischer Vorstufe der Telekommunikation. Last but not least bin ich natürlich auch da als ganz wesentlicher Bedenkenträger. Viele Bedenken, die ich habe, machen sich andere, ich sachma durch die Bank einfältigere, Zeitgenossen gar nicht, z. B.: &quot;Wo geht es lang?&quot;, &quot;Habe ich noch Zeit?&quot;, &quot;Brummt der Bär beim Scheißen?&quot; und natürlich wieder und wieder und wieder: &quot;Warum ist er jetzt da?&quot;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Die Antwort ist die immergleiche, ewige,&amp;nbsp;bittere Wahrheit: &quot;Der geht gleich&quot;. Ob morgen, in einem Jahr oder in vierzig. Für den Lauf der Welt ist jeder dieser Zeiträume &quot;gleich&quot;. Die Krankenschwester hat also recht gehabt.&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
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         <pubDate>Mon, 19 Jul 2010 10:07:22 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>The Party's over</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/the-partys-over</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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            The Party's over
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            Oder &quot;Schluss mit Lustig&quot; wie man auf deutsch sagt. Wie ich bereits zwischen den Buchstaben andott, hätte das eigentlich schon Anfang der Woche hier stehen müssen, denn da war ja längst Schluss mit der WM, dem &quot;Großen Fußballfest&quot; (Kicker), dem &quot;Großen Fest des Fußballs&quot; (SZ) oder dem &quot;Großen Fest Fußball&quot; (Sport-Bild). Doch es stand vorigen Montag noch nicht hier, sondern woanders, nämlich nur in meinem Unterbewusstsein, als winzigkleiner Gedankenembryo. Gewiss, selbst die feinsten Details waren schon festgelegt, winzigkleine perfekte Fingernägelchen von dem Gedanken und auch Neben- und Hintergedanken waren im Ultraschall ausgeprägt zu sehen, doch dann auch wieder unvollkommen, nicht spruchreif und erst heute in meinen Kopf hinein geboren als Kopfgeburt, puh, anstrengend und schmerzhaft, aua aua, aber wem sag ich das, ist dies doch ein Blök, der traditionell vor allem von genesenden Müttern gelesen wird. Warum, weiß ich allerdings nicht.
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p&gt;Jetzt ist die WM vorbei und alle gucken traurig. Nix zu tun, nix zu gucken, Leere im Leben, im Fernsehen und in der Freizeit. Alles ist wie vorher, nur noch schlimmer. Der Mensch ist dem Menschen wieder Wurm, er zagt und büdelt, ächzt und hohlt. Verbrechen steigen an, Freude sinkt, das Persönlichkeitsentwicklungsbruttosozialprodukt stagniert.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Nur die Politik lacht sich natürlich ins schmutzige Fäustchen. Wie in solchen Fällen schon lange üblich, hat man die Unaufmerksamkeit des jubelnden Bürgers genutzt, um ihm heimlich ein paar kleine aber feine Gesetzesänderungen unterzujubeln. Hier nur ein paar Auszüge:&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Krankenversicherung ist&amp;nbsp;abgeschafft.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Jeder ist sich selbst der Übernächste.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Hartz 4 ist abgeschafft. Stattdessen gibt es einen einmaligen Zuschuss (10 %) für den Abdecker.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Erbschaften fallen direkt und komplett an den Staat, um sich den bürokratischen Umweg über die Erbschaftssteuer zu sparen.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Rauchen wird überall verboten.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Rauchen wird überall erlaubt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Die Tabaksteuer wird erhöht, außer für Inhaber der &quot;Golden Card 100&quot;.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Flugbenzin für fliegende Zahnarzthotels wird an alle Inhaber der &quot;Golden Card 100&quot; auf Staatskosten umsonst ausgegeben.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Das Wahlrecht wird ans Einkommen gekoppelt. Pro angebrochene 100.000 Nettoverdienst im Jahr eine Stimme. Inhaber der &quot;Golden Card 100&quot; dürfen gegen das Wahlergebnis ein Veto einlegen.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Kindergärten werden in neoliberale Umerziehungslager umgewandelt (sprich, die Kinder zuhause erzogen - dafür gibt es weitere 5 % Zuschuss für den Abdecker).&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Sicherungsverwahrung für Pol Pot, Karat und Kachelmann.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Die Marmeladenbrötchensteuer wird eingeführt. Wer kein Marmeladenbrötchen isst, zahlt das Doppelte.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Die Bundesländer Schleswig-Holstein und Hessen-Nassau werden zusammengelegt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Die Deutsche Bahn AG wird Tochtergesellschaft der JVA Tegel.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Zu jeder Geburt eines Kindes einer deutschstämmigen Akademikerin bringen drei Regierungsbeamte Gold, Myrrhe und Weihrauch. Beim dritten Kind überreicht der Bundespräsident eine &quot;Golden Card 100&quot; mit Platinkante.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Erlaubt ist, was gefällt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Wer ins Internet will, muss seine sauberen Fingernägel herzeigen und sich mit einem ihm selbst unbekannten Password beim Zentralrechner des Bundesinnenministeriums anmelden.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Straffällige Ausländer werden ab-, straffällige Inländer angeschoben.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Das Schulsystem wird reformiert. In Zukunft gibt es für Tertiärschüler des paragymnasialen Mittelbaus den zwei-, drei- und vierlagigen Sekundarstufenschichtbereich, wahlweise&amp;nbsp;in Recycling oder Superflausch.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Die Entwicklungshilfe für Drittländer wird gestrichen bzw. durch gutes Zureden ersetzt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- An Zebrastreifen muss ab jetzt jeder selbst aufpassen.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;- Für verdiente Bürger (u.a. Wirtschaftsverbrecher, Diätenschwindler, Mittelfeldregisseure und Angestellte des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens) wird die &quot;Golden Card 100&quot; eingeführt, als eine Art Joker, der unter anderem als Freifahrtschein, garantierter Losbudengewinn, Jus Primae Noctis, Lizenz zum Töten&amp;nbsp;und Eintrittskarte in den VIP-Bereich des Hamburger SV gilt.&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Fri, 16 Jul 2010 09:03:23 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Böser Mann, was nun?</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/boeser-mann-was-nun</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Böser Mann, was nun?
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            Es war einmal ein böser, böser Mann. Er hieß Van Bommel und war der Chef einer gemeingefährlichen Gang, die sich zur Tarnung alle in Orange kleideten wie rechtschaffene Müllmänner, während sie den anderen Jungs beim Fußball pausenlos die Beine stellten. Das war „ein kluges Rezept“, wie der fiese Van Bommel meinte. Auch darüber hinaus benutzte er gern den gängigen Jargon der Sportverbrecher: „Wir haben uns taktisch clever verhalten“, „Wir haben uns perfekt auf den Gegner eingestellt“, „Wir müssen ihnen die Freude am Spielen nehmen“, „Wir werden ihnen so richtig weh tun.“ Nur mit Fußball hatte das nichts zu tun, aber darum ging es gar nicht.
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Es ging nämlich um das Leben, wie sie es auf den Straßen von Rotterdam gelernt hatten, wo das Recht des Stärkeren, Gemeineren und Hinterhältigeren regierte, der den Ehrlichen und/oder Schwachen nahm, was ihnen gehörte: Handys, Brieftaschen, Weltpokale. Denn natürlich ist es, eine entsprechende Grundeinstellung vorausgesetzt, taktisch immer cleverer, von kleinen Händlern Schutzgeld zu erpressen oder den Omis die Handtaschen zu entreißen, als arbeiten zu gehen. Genau das ist die perfekte Einstellung, wenn man erreichen möchte, was einem nicht zusteht oder zumindest von selber zufliegt. Und wenn man dafür den anderen richtig weh tun muss – solange es die anderen sind, die blutend im Rinnstein liegen, und nicht man selber, bleibt es ein kluges Rezept.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;Leider aber hatte die VanBommelGang nicht berücksichtigt, dass man sich in diesem Fall von Angesicht zu Angesicht auf dem Fußballplatz befand, und sich nicht wie üblich in der dunklen Tiefgarage bewaffnet und von hinten dem unbewaffneten Gegner nähern konnte. Es wäre also gut gewesen, man hätte in diesem Fall zuvor das Fußballspiel geübt, anstatt nur die üblichen Disziplinen wie Messerstechen, Pistolenschießen und Beutezählen. Zwar funktionierte es eine ganze Weile, die Opfer mit stollenbewehrten Karatetritten zu Boden zu bringen, wobei der Unparteiische nach anfänglichem Zieren auch das eine oder andere Auge zudrückte, doch ein Stollenschuh ist nun mal kein Baseballschläger. Und so kam, was kommen musste: Da die Strolche mit ihren beschränkten Mitteln die anderen Jungs nicht komplett totmachen konnten, wehrten die sich auf ihre Art (nämlich Fußball, was ja die Halunken nicht geübt hatten) und am Ende hatte der böse Van Bommel verloren und zum ersten Mal kehrte Frieden und Gerechtigkeit ein in der Welt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:00:26 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Ja, ich habe geweint!</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/ja-ich-habe-geweint</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Ja, ich habe geweint!
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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&lt;/div&gt;


        &lt;p class=&quot;documentDescription&quot;&gt;
            
        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            Selbstverständlich. Wir hatten nun mal alle Angst. Kurz nach dem Schlusspfiff machte sich im ganzen Land ein Schweigen breit, dass nichts Gutes verhieß. Nur die Spanier jubelten natürlich. Sie haben gewonnen und dürfen uns jetzt alle töten - das ist Fußball. Die Kräftigeren von uns werden sie gewiss leben lassen, um sie in ihre Erdbeerminen zu verschleppen, wo sie bis zum Umfallen nach vergifteten Erdbeeren schürfen müssen. Man kennt ja die Bedingungen dort. Jetzt bin ich unentschlossen: Soll ich hoffen, dass sie mich irrtümlich für einen der Kräftigeren halten, oder soll ich dem Abholer besser gleich die Röntgenaufnahmen von meinem Rückgrat unter die Nase halten, um ein rasches Ende der tödlichen Plackerei vorzuziehen?
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p&gt;Ach, vielleicht wird ja doch alles nicht so schlimm. Doch seither läuft mein ganzes Leben in Super-Slow-Motion vor meinem inneren Auge ab. Da bin ich natürlich noch bei der Reklame und den Trailern. Meine Geburt erwarte ich dann ungefähr im Spätsommer. Ich sachma, so 26. August rum.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Das werden Bilder! Ich sachma, ich werd da bestimmt schon wieder weinen, wegen der Rührung und so. Ich heul eigentlich nur noch rum. Vorhin hab ich mit Saft gekleckert: Geweint. Dann hab ich mit meinen tapsigen dicken Fingern, erneut versehentlich die Feststelltaste gedrückt, so dass ich diesen halben Text nochmal schreiben muss: Sehr geweint. Und eben gerade habe ich festgestellt, dass ich mit dem Inhalt doch sehr unzufrieden bin, und, was soll ich sagen: Geweint natürlich, wahnsinnig.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Was ich überhaupt nicht leiden kann, ist, dass die Leute hier rumquasseln, während der Film meines Lebens läuft. Ja, nur Reklame. ... Na und? ... Seid ihr zum ersten Mal im Kino? ... Ja, ich hoffe, zum letzten Mal! ... Nee, nicht nötig. ... Ja, du mich auch ... Ja, und deine bescheuerte Tussi ganz genauso&amp;nbsp;... Ob ich was? ... Hör mal, Freundchen, dein Gesabbel schiebst du mal ganz schnell wieder in deine gottverdammte, dreckige Schnauze zurück .... JA, DU KANNST JETZT AUF DER STELLE AUF DIE FRESSE HABEN!!!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Puh, bei der Hitze werd ich immer so cholerisch. Und dazu bin ich schon wieder auf die Feststelltaste gekommen. Ich glaub, ich muss gleich wieder weinen.&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Thu, 08 Jul 2010 02:52:10 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Klopapier alle</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/klopapier-alle</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Klopapier alle
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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&lt;/div&gt;


        &lt;p class=&quot;documentDescription&quot;&gt;
            
        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-description&quot;&gt;
            Normalerweise müsste ich das twittern, das wäre immerhin ein typischer Inhalt, aber es gibt nach wie vor Kommunikationstechniken, derer ich mich nicht bediene: Rauchzeichen, Bienentanz, Taubstummensprache, Verständigung durch unterschiedlich dosierte Arschtritte und eben Twitter. Also blöke ich, was ich der Menschheit meine, unbedingt über mein wahnsinnig interessantes Leben mitteilen zu müssen, weil das die Menschheit nun mal wahnsinnig interessiert. In Zukunft wird, frei nach Andy Warhol, jeder Mensch alle anderen für 15 Minuten ganz schrecklich langweilen. Dasselbe gilt freilich auch schon für die Gegenwart. Umso geringer die eigene Bedeutung, desto fetter wird sie unterstrichen. Ein Pfeifen im Wald quasi, wenn der Wald denn ein Blatt Papier wäre, schon bevor man ihn zu diesem Zweck durch die Mangel der Papierfabrik gedreht hat und das Pfeifen ein Stift, um auf dem Blatt Papier (Wald!) eben die nicht vorhandene Bedeutung zu unterstreichen und äh brumm
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/p&gt;

        



        

        

        &lt;div id=&quot;parent-fieldname-text&quot; class=&quot;plain&quot;&gt;
            &#13;
&lt;p&gt;Ich denke, dass in naher Zukunft auch jeder von uns ein eigenes Museum gewidmet bekommt. Das interssiert zwar ebenfalls keinen, aber es macht sich gut für das eigene Selbstbewusstsein. Dann kann ich jeden Morgen durch mein Museum flanieren und in Raum zwei liegt dann so ein Packen Tempotaschentücher in einem Glaskasten und darin ein Papptafel auf der steht: &quot;Diese Taschentücher benutzte Dings als er am Morgen des 05. Juli 2010 bemerkte, dass das Klopapier alle war.&quot;&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Und ich dann so: &quot;Hm, hm, is ja n Ding. Was damals alles passiert ist und was damals alles möglich war! Was ein toller Hecht, dieser Dings - huch, das bin ich ja selber! Schön!&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Ich bin unheimlich aufgewühlt und würde das tolle Erlebnis gerne teilen (twittern, blöken, Fressenbuch, Arschtritt, ganz egal ...), aber es geht nicht, weil genau zur selben Zeit alle anderen Menschen durch ihre eigenen Ich-Museen stromern und sich ganz genau dasselbe denken. Wir sind allein.&lt;/p&gt;&#13;

        &lt;/div&gt;
        
        &lt;div class=&quot;relatedItems&quot;&gt;
    
        
            
        
    
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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         <pubDate>Mon, 05 Jul 2010 01:08:18 -0700</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Brasilien futsch</title>
         <link>http://ulihannemann.de/artikel/brasilien-futsch</link>
         <description>&lt;div id=&quot;content&quot;&gt;
                  
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        &lt;h1 class=&quot;documentFirstHeading&quot;&gt; 
            
        &lt;span class=&quot;&quot; id=&quot;parent-fieldname-title&quot;&gt;
            Brasilien futsch
        &lt;/span&gt;
    
        &lt;/h1&gt;

        

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            Eigentlich erstaunlich, denn lange Zeit wirkten die Brasilianer in meinen Augen deutlich besser. Das ging so schwupps, schlaong, schängel, ab durch die Mitte und dann rabumms, rafatzchen, rin die runde Eule in die Gitterbox. Zappel, jubel, freu. Die anderen so: hm, hm, guck, gräm. Und weiter gings. Die Holländer machten auf mich fast einen klobigen Eindruck (außer Robben und Wientjes natürlich). Eher so der Prototyp des deutschen Spielers. Van Kuyt ein Wendekreis wie ein Schlachtschiff und wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, kommt noch Huntelaar dazu, dazukomm, eingewechselt werd, rumklob - ein Wendekreis wie ein Mittelgebirge.
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            &#13;
&lt;p&gt;Aber wie es eben so geht, dann die Holländer so doch mal, husch, stehl, schleich, vors brasilianische Tor, eine Standardsituation, zag, blind zimmer, die Pille vors Tor, der Keeper, huchheißekartoffel schrei, nicht richtig zugegriffen und, radöngs, radimmel, Eigentor. Jetzt die Brasilieros eher so anmad, ärger, blödausderwäscheguck, und die Niederländer so voll, yippie, tatatataa, umarm, und der Schiri, pieps, zur Mitte gezeigt.&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Anstoß. Pick, schieß, dribbel, foul, rumwälz. Ein Fußballspiel eben. Dann schon wieder eine Standardsituation. Ich so hm hm, aha aha, grübel, war da nicht mal so was, was passiert wohl jetze?&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Und siehste: flank, ömmel, schlork, drinne der Ball. Der kleine Wintjes hats gemacht. Ich so, Nase hoch, rechthab, trotzdem ein bisschen ärger, weil die klobigen Holländer, also nee, muss das denn ...?&lt;/p&gt;&#13;
&lt;p&gt;Meine gesamten WM-Eindrücke habe ich heute in zwei Teilen neu&amp;nbsp;in die Rubrik &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; title=&quot;Meine WM I&quot; class=&quot;internal-link&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://ulihannemann.de/texte/meine-wm-i&quot;&gt;Texte &lt;/a&gt;gepackt.&lt;/p&gt;&#13;

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         <pubDate>Fri, 02 Jul 2010 09:31:24 -0700</pubDate>
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